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Kathrin Becker
ist Kuratorin und seit 2001 Leiterin des Video-Forums sowie seit 2003 Geschäftsführerin
des Neuen Berliner Kunstvereins (NBK) in Berlin.
Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte und der Slawistik in Bochum, Moskau
und St. Petersburg und einem zweijährigen Aufenthalt in der ehemaligen
Sowjetunion und Russland 1989-1991 begann Kathrin Becker als freie Kuratorin
zu arbeiten. Während zahlreiche ihrer frühen Ausstellungsprojekte
auf den Kulturaustausch mit der ehemaligen Sowjetunion und Russland fokussierten
(unter anderem „Dellbrügge/de Moll: Kunstkonsumentenprofile“,
CAC Moskau 1994; „Stalin’s Choice – Soviet Socialist Realism
1932-1956“, P.S. 1 Museum/The Institute of Contemporary Art, New York
1993; „Neues Moskau“, ifa-Galerien Berlin, Stuttgart, Bonn 1999/2000;),
entwickelten Präsentationen wie die Ausstellungsreihe „The Institute
of Theore(c)tical Painting“ (Kunst-Werke Berlin 1994-1995) und eine ganze
Serie von Ausstellungen zur Interferenz von Hoch- und Massenkultur in der Kunst
der frühen 1990er (z. B. „art club berlin“, Art Forum Berlin
1997; „Can you hear me? 2nd Ars Baltica Triennial of Photographic Art“,
CAC Vilnius, Kunst Haus Dresden und andere Orte 1999-2001) einen zunehmend
internationaleren Anspruch.
2001 übernahm Becker die Leitung des Videoforums im Neuen Berliner Kunstverein
(NBK), eines mittlerweile über 1000 Titeln umfassenden Videoarchivs von
den Anfängen der Videokunst bis in die unmittelbare Gegenwart. Neben der
Digitalisierung der Bestände verantwortete sie zahlreiche Ausstellungsprojekte
und Kooperationen mit Institutionen in Ost- und Westeuropa, den USA und Mexiko.
In den letzten Jahren beschäftigte sich Becker zunehmend mit Fragen der
gesellschaftlichen Bedingtheit und den politischen Dimensionen von Kunst. Interessanter
als dokumentaristische oder anti-repräsentative Strategien erscheinen
ihr hierbei die Möglichkeiten einer Verschränkung von Visualität
und ideologischer Gestimmtheit, wie sie z.B. in Projekten wie „Masulinities“ oder „displaced.
Interventionen/Interaktionen im öffentlichen Raum“ (beide Berlin
2005) sichtbar werden.
Kathrin Beckers Ausstellungen sind meist von Publikationen oder weiterführenden
Essays begleitet.